Mal- und Gestaltungstherapie

Was ist Mal- und Gestaltungstherapie

Die Mal-und Gestal­tungs­the­ra­pie ist eine Form der Kunst­the­ra­pie und fin­det ihren Ursprung in der psy­cho­ana­ly­ti­schen Leh­re C.G.Jungs. Für Jung waren Ima­gi­na­ti­on (die Kraft der eige­nen Vor­stel­lung) und Krea­ti­vi­tät hei­len­de Kräf­te. Krea­tiv sein heißt nach C.G.Jung vor allem auch, dass wir etwas, das bis­her im Unbe­wuss­ten war, nun­mehr ins Bewusst­sein heben. Dadurch kann eine Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Bewusst­sein und Unbe­wuss­tem statt­fin­den und die Per­sön­lich­keit wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Jung bezeich­net dies als „Indi­vi­dua­ti­ons­pro­zess“, der das Ziel hat, im Lau­fe des Lebens immer mehr der oder die zu wer­den, die wir eigent­lich sind, das heißt unse­re posi­ti­ven und nega­ti­ven Sei­ten anzu­neh­men und ins Leben zu inte­grie­ren. „Wer­de der Du bist“ (C.G. Jung)

In der Mal- und Gestal­tungs­the­ra­pie geht es dar­um die­se „inne­re Bil­der“, d.h. Unbe­wuss­tes sicht­bar zu machen und dadurch ins Bewusst­sein zu rücken. Zugang zu die­sen inne­ren Bil­dern kön­nen wir über Ima­gi­na­tio­nen, Ent­span­nungs­übun­gen, Mär­chen, aber auch Erin­ne­run­gen und Träu­me fin­den. Sie erzäh­len uns über bewuss­te und unbe­wuss­te Bedürf­nis­se, Wün­sche und Res­sour­cen. Malen und Gestal­ten macht die­se Bil­der sicht­bar und erleb­bar. Durch die anschlie­ßen­de the­ra­peu­ti­sche Bild­be­spre­chung kön­nen neue Wirk­lich­kei­ten kre­iert, neue Sicht­wei­sen erar­bei­tet und über­ra­schen­de Lösun­gen gefun­den wer­den.

Für wen ist die Mal- und Gestal­tungs­the­ra­pie geeig­net:

Sie ist für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne in für sie schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen, bei Ver­än­de­run­gen oder ein­fach als Selbst­er­fah­rung geeig­net.

Sie bie­tet sich ins­be­son­de­re auch dann an, wenn es schwer fällt oder nicht mög­lich ist, über erleb­tes zu spre­chen.

Als Mal- und Gestal­tungs­the­ra­peu­tin unter­stüt­ze ich Sie dabei, Wege aus über­for­dern­den oder angst­be­setz­ten Situa­tio­nen zu fin­den, indem Ihr Selbst­be­wusst­sein gestärkt und der Blick auf bestehen­de Fähig­kei­ten und Stär­ken gelenkt wird. So wird die eige­ne Hand­lungs­fä­hig­keit wie­der her­ge­stellt.

Ein gro­ßes Metho­den­an­ge­bot — malen und zeich­nen, plas­ti­sches Gestal­ten, Col­la­gie­ren, Mär­chen­ar­beit, Ima­gi­na­tio­nen, Phan­ta­sier­ei­sen, Bild­auf­stel­lungs­ar­beit, Kör­per­ar­beit und der Ein­satz von Musik – bie­tet dabei viel­fäl­ti­ge Aus­drucks­mög­lich­kei­ten.

Mei­ne Schwer­punk­te:

  • Kin­der, die schwie­ri­ge Situa­tio­nen erle­ben (Krank­hei­ten, Pro­ble­me in der Schu­le, Tren­nung der Eltern, Kon­flik­te etc)
  • Pati­en­ten mit chro­ni­schen Erkran­kun­gen wie zb rheu­ma­toi­de Arthri­tis, aber auch alle ande­ren For­men von Auto­im­mun­erkran­kun­gen
  • onko­lo­gi­sche Pati­en­ten

WICHTIG: Mal- und Gestal­tungs­the­ra­pie ist kein Ersatz für eine ärzt­li­che oder psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Kran­ken­be­hand­lung.